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Faktencheck Krampfaderentfernung mit Kochsalzlösung

Seit einigen Monaten erreichen mich immer wieder Anfragen von besorgten
und verunsicherten Menschen, da im Internet plötzlich viele negative Aussagen über die Kochsalzmethode zu finden sind. Patienten kommen mit Ausdrucken aus dem Internet in meine Praxis oder lesen mir vom Handy Texte aus dem Internet vor. Hierbei handelt es sich meist um Aussagen, die nicht meine langjährige praktische Erfahrung mit dieser Behandlungsmethode bestätigen. Daher habe ich diesen Faktencheck geschrieben - ein Faktencheck aus Sicht der Alternativmedizin bzw. der Erfahrungsheilkunde.

Es ist sicher kein Geheimnis das die zunehmende Etablierung der Kochsalztherapie in den letzten Jahren, insbesondere durch die Tätigkeit von Heilpraktikern, mit Argwohn von den schulmedizinisch Tätigen beobachtet wurde. Immerhin gibt es gegenwärtig ca. 200 Heilpraktiker und Ärzte welche diese Behandlungsmethode praktizieren - so daß durchaus eine ernstzunehmende Konkurrenzsituation entsteht - wenn man es denn so sehen möchte.
Jene Kreise, die ungern ein Stück abgeben wollen vom großen "Kuchen" der Krampfadertherapie, lassen zunehmend kritische Stimmen laut werden. Stimmen in denen immer wieder die gleichen potentiell gefährlichen Aspekte der Behandlung in den Vordergrund gerückt werden. Dabei widersprechen sie sich auch in Ihren Aussagen, wenn zBs. konstatiert wird, die Kochsalztherapie wäre zu schwach um größere Krampfadern zu veröden, andererseits ist sie aber hochagressiv und macht schlimme Geschwüre. Was nicht passt wird passend gemacht um die Kochsalztherapie möglichst schlecht da stehen zu lassen.
Ich hatten in 8-jähriger Praxistätigkeit nicht einen Fall einer Nekrose. Und auch die Studienlage zeigt, dass bei fachgerechter Anwendung Nebenwirkungen und Komplikationen bei der Kochsalztherapie nicht signifikant höher sind als bei anderen Sklerosierungsmitteln.

Risiken, Nebenwirkungen und Komplikationen sind natürlich bei jeder invasiven Behandlung möglich, selbstverständlich auch bei der Kochsalztherapie. Man kann jedoch, wenn erwünscht, jede Therapie öffentlich an den Pranger stellen wenn man denn rethorisch geschickt vorgeht und Nebensächlichkeiten oder Einzelfälle hervorhebt und in den Mittelpunkt stellt. Es sollte das Bestreben eines jeden Therapeuten und Journalisten sein, im Namen und zum Wohle unserer Patienten, eine neutrale, objektive, sachlich und fachlich korrekte Berichterstattung zu liefern, wo ALLE Aspekte eines Themas Berücksichtigung und Erwähnung finden. Pauschale und undifferenzierte Aussagen, hervorheben und focusieren bestimmter Fakten und weglassen von Fakten dienen nicht einer objektiven Patienteninformation.

Von daher möchte ich an dieser Stelle die mir am häufigsten gestellten Fragen beantworten und Ihnen nicht nur meine Meinung, sondern meine praktische Erfahrung aus 8-jähriger täglicher Praxistätigkeit und über 3000 durchgeführte Kochsalzinjektionen darlegen.



Ich habe gelesen Kochsalzlösung ist kein zugelassenes Verödungsmittel und  Ärzte dürfen damit nicht arbeiten. Gilt das auch für Heilpraktiker?

Es stimmt das für Ärzte Kochsalzlösung für die Entfernung von Krampfadern kein zugelassenes Medikament ist. Das heißt jedoch nicht das Ärzte keine Krampfadern mit Kochsalzlösung behandeln dürfen. Als sog. Off-Label-Use dürfen auch Ärzte dies tun. Eine umfassende Aufklärung des Patienten ist natürlich immer erforderlich. Gegenwärtig gibt es laut der Therapeutenliste von Dr. Rieger ca. 30 Ärzte in Deutschland die Krampfadern mit Kochsalzlösung behandeln.
Heilpraktiker unterliegen nicht den Vorschriften des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und dürfen Kochsalzlösung zur Krampfaderbehandlung einsetzen.

Ich habe gelesen Kochsalzlösung führt während der Behandlung zu minutenlangen Schmerzen und Muskelkrämpfen vor und nach der Behandlung.

Während der Kochsalzinjektion wird die Innenschicht (Endothel) der Vene gereizt.
Dies führt zu einem krampfartigen Druckgefühl welches gelegentlich als schmerzhaft empfunden werden kann. Das Druckgefühl steigert sich langsam, kann dann für etwa 1-2 Minuten in einen gut aushaltbaren Schmerz übergehen und flaut dann wieder langsam ab. Dies ist allgemein bekannt und wird von den Patienten in der Regel gut toleriert und akzeptiert. Das Krampfgefühl verschwindet nach der Injektion komplett.
Es ist auch möglich die Konzentration der Salzlösung so schwach anzusetzen, dass nur ein dumpfer Druck zu spüren ist. In diesem Fall kann jedoch eine Nachbehandlung erforderlich sein. Direkt nach der Behandlung ist der Patient weitgehend beschwerdefrei. Muskelschmerzen können nicht auftreten, da die Salzlösung nicht in den Muskel sondern in eine Vene (Krampfader) injiziert wird. Das krampfartige Gefühl während der Injektion fühlt sich jedoch ähnlich wie ein (nächtlicher) Muskel- oder Wadenkrampf an.

Ich habe gelesen die Kochsalzmethode ist sehr komplikationsträchtig, hat viele Nebenwirkungen und macht schlimme Beingeschwüre.

Nach 8 Jahren Kochsalztherapie und über 1000 behandelten Patienten sind in meiner Praxis zwei Komplikationen aufgetreten (welche auch Gegenstand des Aufklärungsgespräches sich). Es ist kein einziges Beingeschwür (Nekrose) aufgetreten, keine allergische Reaktion, kein Schock, Koma oder Herzstillstand, was jedoch nicht bedeutet das dies im Einzelfall in Zukunft auftreten kann. Mögliche Nebenwirkungen, welche auch immer im Aufklärungsgespräch kommuniziert werden, sind gelegentlich auftretende leichte bis mäßige Entzündungen der behandelten Venen, gelegentlich leichte bräunliche Verfärbungen um die Injektionstelle und entlang der Krampfader, welche sich jedoch mit dem Abbau der Krampfader meist vollständig zurückbilden.

Ich habe gelesen Krampfadern mit mehr als 4mm lassen sich nicht mit Kochsalzlösung entfernen?

Falsch! Ich habe unzählige Krampfadern mit bis zu 2cm Durchmesser mit Kochsalzlösung vollständig entfernen können. Dies kann auch mit Vorher-Nachher Bildern belegt werden.
Das Gegenteil ist der Fall. Je kleiner die Krampfader desto schwieriger wird eine Punktion der Vene um eine sichere Injektion zu gewährleisten. Jedoch - die Erfolgsquote der Kochsalztherapie bei Besenreisern ist deutlich schlechter als bei Krampfadern.

Ich habe gelesen bei der Kochsalztherapie können bis zu 300ml konzentrierte Salzlösung injiziert werden.

Falsch! Zur Injektion von 300ml Lösung wären 30!!! Spritzen zu je 10ml nötig. Das ist völlig absurd und es sollte jedem medizinischen Laien klar sein das dies weder zeitlich möglich, noch mengenmäßig nötig ist.
Im Durchschnitt werden pro Venenpunktion zwischen 15 und 30ml Kochsalzlösung in einer individuellen Konzentration vo 13-20 % verabreicht.
In seltenen Fällen können höhere Konzentrationen von 20-27% nötig sein.

Ich habe gelesen das zuviel Kochsalz schädlich ist und zu ernsten Komplikationen führen kann. Wieviel Kochsalz kommt denn bei der Krampfaderbehandlung in meinen Körper?

Schon Paracelsus sagte: "Allein die Dosis macht das Gift". Wikipedia lehrt uns, Zitat: "Natriumchlorid ist für Menschen und Tiere der wichtigste Mineralstoff. Der Körper eines erwachsenen Menschen enthält etwa 150–300g Kochsalz und davon verliert er täglich 3-20g, die ersetzt werden müssen."
50ml Kochsalzlösung in einer Konzentration von 20% enthalten 10g reines Kochsalz, also etwa einen Esslöffel. Das bedeutet, das selbst im oberen Beispiel mit maximalen Extremwerten, dem Körper in einer Behandlungssitzung ca. 10g Kochsalz zugeführt wird, also etwa die Menge die er täglich ohnehin verliert und welche ersetzt werden sollte.
Es ist somit in keinster Weise von einer Gesundheitsgefährdung auszugehen!
Ausnahme: Bei Menschen mit Niereninsuffizienz und bei älteren Menschen sollte eine Krampfaderbehandlung mit geringerer Salzkonzentration und Menge erfolgen.

Ich habe gelesen die Kochsalztherapie ist eine hochaggressive Therapie!
Stimmt das?

Um Krampfadern nachhaltig zu verschließen braucht es eine gewisse Reizstärke damit die Innschicht der Vene derart geschädigt wird, damit die Krampfader verklebt. Diese für den Behandlungserfolg notwendige Agressivität ist auch bei den meisten anderen Behandlungsmethoden notwendig. Bei der Laser- und Radiowellentherapie zum Beispiel wird die Vene durch große Hitze von ca. 100 Grad Celsius von innen verschmort. Bei anderen Skerosierungsmitteln ist es auch wichtig die richtige Konzentration zu wählen um ein optimales Behandlungsergebnis zu erziehlen und Nebenwirkungen gering zu halten.

Ich habe gesehen das zur Kochsalzinjektion schwarze Spritzen verwendet werden. Verwenden Sie diese auch - und was ist der Inhalt der Spritzen?

Schwarze Spritzen sind im medizinischen Fachhandel nicht erhältlich. Wenn Ihnen eine derartige Darstellung begegnet handelt es sich höchst wahrscheinlich um eine Fotomontage oder um eine Aufnahme unter ungünstigen Lichtverhältnissen.
Häufig werden sog. düstere Szenarien in den Medien verwendet um Gefahrensituationen zu simulieren oder Ängste zu schüren.

Ich habe gelesen das die Kochsalzmethode in klinischen Studien nicht so gut abgeschnitten hat. Was sagen Sie dazu und wie ist Ihre Erfahrung?

Kochsalzlösung ist
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Zitat
Heilpraktiker
"Habe den Mut
dich deines
eigenen Verstandes
  zu bedienen."
                
                  Immanuel Kant